Die Päpstin
Verfasst: 26.05.2005, 16:20
Ich bin zwar noch nicht ganz durch aber das Buch ist der Hammer ich habe schon seit langem kein so gutes Buch mehr gelesen das mich von anfang an fesselt und mir sogar die Tränene in die Augen treibt.
HAbt ihr das Buch gelesen?
Ihr eien Zusammenfassung (nicht von mir den ich kann so was nicht)
Rezensentin/Rezensent: pistenraupe (Mehr über mich) aus Sonneberg
Dieser bemerkenswerte Roman zeichnet ein ebenso farbenprächtiges, grausames wie realistisches Bild Europas im Mittelalter des 9. Jahrhunderts.
Im Vordergrund steht die Geschichte der starken, intelligenten Johanna, die - geprägt durch traumatische Erlebnisse und einen unstillbaren Drang nach Wissen - die Entscheidung fällt, als Mann zu leben. Und letztendlich als Johannes VIII. zum Papst gewählt wird.
Den Leser erwartet außerdem eine in diesem Handlungskontext überraschende Liebesgeschichte, die selten so eindringlich und sensibel erzählt wurde.
Donna W. Cross schreibt urtümlich und melodisch. Sie sagt alles, ohne einen Satz zuviel zu schreiben. Es wimmelt vor Detailreichtum, jedoch ohne den Leser auch nur einmal zu langweilen. Sie schafft durchweg eine atemberaubende Athmosphäre, u.a. durch das geschickte Einstreuen von etwas Latein, das zu dieser Zeit den Völkern Europas als Kommunikationsmittel diente (und bis heute Kirchensprache der römisch-katholischen Kirche geblieben ist).
Ganz nebenbei wird Hintergrundwissen vermittelt u.a. über
- den Machtkonflikt zwischen den beiden damals mächtigsten "Männern" der Welt, dem christlichen Papst und dem weltlichen Kaiser
- den Machtkonflikt um den päpstlichen Thron
- die grausamen Raubzüge der Normannen und Sarazenen
- die grausamen Feldzüge der Franken.
Die Figuren scheinen aus Fleisch und Blut,
die tristen Landstriche des Frankenreiches begehbar,
die Chorgesänge der Klöster hörbar und
die Kirchen und Paläste Roms in ihrer damaligen Form zum Greifen nah zu sein.
Erstaunt hat mich, mit welchem Ergebnis sich eine Amerikanerin an einem Stoff versucht hat, den ich so allenfalls einem Europäer zugetraut hätte.
Keine Sekunde lang hätte ich hinter der Erzählung eine Biographie oder eine Ahnlehnung an eine solche vermutet - diese steuern normalerweise mit einem Hang zum Endgültigem auf ihr Ende zu. Im Gegenteil, die Spannung steigt mit jeder Seite.
Gelobt werden muss hier auch die Übersetzung ins Deutsche!
Dieses Buch empfehle ich vorbehaltlos jedem, der gerne Bücher liest. Besonders den Frauen unter uns.
Ein durch und durch bewegendes Buch
HAbt ihr das Buch gelesen?
Ihr eien Zusammenfassung (nicht von mir den ich kann so was nicht)
Rezensentin/Rezensent: pistenraupe (Mehr über mich) aus Sonneberg
Dieser bemerkenswerte Roman zeichnet ein ebenso farbenprächtiges, grausames wie realistisches Bild Europas im Mittelalter des 9. Jahrhunderts.
Im Vordergrund steht die Geschichte der starken, intelligenten Johanna, die - geprägt durch traumatische Erlebnisse und einen unstillbaren Drang nach Wissen - die Entscheidung fällt, als Mann zu leben. Und letztendlich als Johannes VIII. zum Papst gewählt wird.
Den Leser erwartet außerdem eine in diesem Handlungskontext überraschende Liebesgeschichte, die selten so eindringlich und sensibel erzählt wurde.
Donna W. Cross schreibt urtümlich und melodisch. Sie sagt alles, ohne einen Satz zuviel zu schreiben. Es wimmelt vor Detailreichtum, jedoch ohne den Leser auch nur einmal zu langweilen. Sie schafft durchweg eine atemberaubende Athmosphäre, u.a. durch das geschickte Einstreuen von etwas Latein, das zu dieser Zeit den Völkern Europas als Kommunikationsmittel diente (und bis heute Kirchensprache der römisch-katholischen Kirche geblieben ist).
Ganz nebenbei wird Hintergrundwissen vermittelt u.a. über
- den Machtkonflikt zwischen den beiden damals mächtigsten "Männern" der Welt, dem christlichen Papst und dem weltlichen Kaiser
- den Machtkonflikt um den päpstlichen Thron
- die grausamen Raubzüge der Normannen und Sarazenen
- die grausamen Feldzüge der Franken.
Die Figuren scheinen aus Fleisch und Blut,
die tristen Landstriche des Frankenreiches begehbar,
die Chorgesänge der Klöster hörbar und
die Kirchen und Paläste Roms in ihrer damaligen Form zum Greifen nah zu sein.
Erstaunt hat mich, mit welchem Ergebnis sich eine Amerikanerin an einem Stoff versucht hat, den ich so allenfalls einem Europäer zugetraut hätte.
Keine Sekunde lang hätte ich hinter der Erzählung eine Biographie oder eine Ahnlehnung an eine solche vermutet - diese steuern normalerweise mit einem Hang zum Endgültigem auf ihr Ende zu. Im Gegenteil, die Spannung steigt mit jeder Seite.
Gelobt werden muss hier auch die Übersetzung ins Deutsche!
Dieses Buch empfehle ich vorbehaltlos jedem, der gerne Bücher liest. Besonders den Frauen unter uns.
Ein durch und durch bewegendes Buch
